Materialkunde

Beschreibung für „FILZ“

Streng geprüft, Qualität gesichert

Filz ist ein „nachwachsender“ Rohstoff, der durch seine einzigartigen Eigenschaften besticht: Er ist luftdurchlässig, hautfreundlich, elastisch, wärmeisolierend und durch seinen natürlichen Fettgehalt schmutzabweisend.

Filz von HEY-SIGN besteht aus 100% reiner Schurwolle, was durch das bekannte Wollsiegel dokumentiert wird. HEY-SIGN ist die erste und einzige Filzmanufaktur in der Historie des bekannten Wollsiegels, deren Produkte nach den strengen Richtlinien der "The Woolmark Company" zertifiziert wurden.

Farbabweichungen zur Ausstellung und kleinere Einschlüsse von Naturfasern auf der Oberfläche sind Beweis für die hundertprozentige Natürlichkeit des Materials. 

Beschreibung für „LEDER“

Kurzbeschreibung:

Im Fass durchgefärbtes, korrigiertes mit feinen Narben geprägtes Nappa Leder mit aller höchsten Gebrauchseigenschaften.

Einsatzzweck:

Objektausstattungen wie z.B. Flughäfen (Brandtest geprüft), Gastronomie oder Pflegeheime. OBJEKT ist strapazierfähig, langlebig und problemlos für große Zuschnitte zu verarbeiten.

OBJEKT hat folgende Sonderausrüstungen:

Brandschutz: nach Test bestanden: BS 5852: 1990 section 5 ignition source crip 5, NFD 60013, Schwer entflammbar nach DIN 75200 und DIN EN ISO 1021 Teil I + II.

OBJEKT ist Säure- und Laugenbeständig ausgerüstet (EN-ISO 105-E04) OBJEKT ist zusätzlich hydrophobiert

Stärke:

1,0/1,2 mm

Rohware:

zentral europäische Rohware

Gerbung:

ökologische Mineralgerbung mit Auszeichnung „Blauer Engel“

Als Nappaleder werden alle Lederarten für verschiedene Verwendungszwecke bezeichnet, die verglichen mit ihrer traditionellen Lederart für den jeweiligen Verwendungszweck, den weicheren geschmeidigeren Ledertyp darstellen. So findet man Nappaleder ausgehend von unterschiedlichen Basishärten oder Basisweichheiten wie z.B. Oberledernappa, Möbelledernappa und Polsterledernappa, Bekleidungsledernappa und Handschuhledernappa als die wichtigsten Vertreter der Nappaleder.

Ein besonderes und unverwechselbares Merkmal dieser unterschiedlich weichen Nappalederarten ist deren Narbenunversehrtheit, d.h. die Vollnarbigkeit und Vollständigkeit des Narbens bzw. der natürlichen Porung. Die Veränderung, bzw. Dezimierung oder Aufrauung des Narbens/natürliche Porung durch unterschiedliche Maßnahmen ist unzulässig für die Bezeichnung als Nappaleder. Die Bezeichnung Nappaleder hat keinen Einfluss auf die Menge der Pigmentierung (Einschränkung oder Obergrenze ist definiert in RAL 060-A2, „Abgrenzung des Begriffes Leder gegenüber anderen Materialien, Bezeichnungsvorschriften“) und der Transparenz des jeweiligen Nappaleders. Die Transparenz, d.h. die Sichtbarkeit der natürlichen Porung/Narbung wird mit der Zusatzbezeichnung Anilin, Semianilin und pigmentiertes Leder geregelt und lässt in allen Fällen die Zusatzbezeichnung Nappa zu.

Daraus kann beispielsweise Anilinleder „Nappaleder naturbelassen“, Semianilinleder „Nappaleder leicht pigmentiert“ oder pigmentiertes Leder „Nappaleder pigmentiert“ resultieren. Darum wird in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit der Existenz des Narbens im Besonderen deutlich. Die Zulässigkeit der Bezeichnung Anilinleder oder Nappaleder naturbelassen, als ein durchgefärbtes Leder, dessen natürliche Porenstruktur (Narbenbild) deutlich und vollständig erkennbar ist, wird dadurch unmissverständlich klar und schließt das Fehlen des Narbens definitiv aus.

Anilinleder oder Nappaleder naturbelassen kann einen nicht pigmentierten Oberflächenüberzug aufweisen, der aber keinesfalls zur Abdeckung oder Einschränkung der Sichtbarkeit der natürlichen Porenstruktur (Narbenbild) führt.

Die Bezeichnung Semianilinleder oder Nappaleder leicht pigmentiert basiert ebenfalls auf der Narbenunversehrtheit, d.h. auf der Vollnarbigkeit und Vollständigkeit des Narbens, bzw. der natürlichen Porung, lässt aber die teilweise Abdeckung durch z.B. Pigmente zu, so dass die unversehrte natürliche Porenstruktur zumindest deutlich erkennbar bleibt.

Das pigmentierte Leder oder Nappaleder pigmentiert basiert ebenfalls auf der Narbenunversehrtheit, d.h. auf der Vollnarbigkeit und Vollständigkeit des Narbens, bzw. der natürlichen Porung, lässt aber die totale und vollständige Abdeckung durch z.B. Pigmente zu, so dass die unversehrte natürliche Porenstruktur zwar unter dieser Schicht unangetastet vorhanden ist, aber durch die Oberflächenbehandlung nicht mehr sichtbar ist.

Die Notwendigkeit einer Prägung zur Gestaltung der Oberfläche nimmt zwar mit steigendem Pigmentanteil und dadurch steigender Abdeckung des Narbens/der natürlichen Porung zu, kann aber unabhängig von den Bezeichnungen Nappa, Anilin, Semianilin oder pigmentiert vom Kunden gewünscht, bzw. ausgeführt werden.

Ein ebenfalls unverwechselbares Merkmal aller Nappaleder ist die erforderliche Durchfärbung, die sogar beim Oberledernappa üblich ist. Darum ist in der Fachsprache das Nappaleder seit Erfindung der Chromgerbung fest mit der Durchfärbung verankert. Ausnahme sind nur die Nappaleder, deren ungefärbter Lederquerschnitt Ton in Ton mit zugerichteten, oder mit naturbelassenen Oberflächen übereinstimmt. Die Einhaltung dieser Richtlinien und des fachlichen Grundsatzes, bzw. der beruflichen Gepflogenheit, schützt den Kunden nach einer leichten bis schweren oberflächlichen Beschädigung seines Nappaleders vor zu starken farblichen Unterschieden und erweckt dadurch den Eindruck eines zähen und strapazierfähigen Leders mit hoher Qualität. Die Notwendigkeit der Chromgerbung bei einem Nappaleder ist nicht gegeben, wenn die zuvor erwähnten Eigenschaften des Nappaleders in der Gesamtheit auch auf die chromfreie Variante zutreffen und eingehalten werden.

Da die Nappalederproduktion ihren traditionellen Ursprung in der Erfindung und Anwendung der Chromgerbung als Gerbstoff, bzw. Nachgerbstoff auf Glacé – vegetabil kombiniert gegerbten Handschuhledern (Dongola) – erfahren hat, ist es ebenso eine fachlich begründete Tradition, also Usus die chromfreien Nappavarianten auch als „chromfreie Nappaleder“ zu bezeichnen. Es ist nicht nur von besonderer Wichtigkeit den Kunden über die Chromfreiheit des Nappaleders zu informieren, sondern auch das fachliche Empfinden warenehrlich auf die chromfreie Nappavariante hinzuweisen. Letzteres geschieht allerdings ausschließlich freiwillig in Form der Anerkennung fachlich begründeter Regeln und des Respekts vor einer ursprünglich handwerklichen Gemeinschaft des Berufsstandes.

(Quelle: Lederpedia.de)

Über Massivholzmöbel

Massivholz ist ein lebendiger Werkstoff. Schwankende Umgebungstemperaturen und schwankende Luftfeuchte bewirken eine Veränderung des Feuchtegehalts in den Zellwänden des Holzes und führen zu Quell- und Schwind-erscheinungen. Maßtoleranzen bis zu 1 Prozent sind nicht unüblich.

Durch diese Materialeigenschaften können leichte Wölbungen oder Haar- und Trockenrisse auftreten, besonders bei einer trockenen und warmen Raumluft. Nicht unproblematisch sind auch die einseitige Wärmezufuhr von Fußbodenheizungen, Kaminen oder eine starke Sonneneinstrahlung bzw. Halogentischleuchten. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass sich mit der Zeit Leimfugen gering markieren.

Auch farblich verändert sich Holz unter dem Einfluss des Sonnenlichtes. Hellere Hölzer neigen zum Nachdunkeln, dunklere Hölzer zum Ausbleichen. Die im Tisch untergebrachte(n) Klappeinlage(n) verändern die Farbe unterschiedlich zur Tischplatte.

Diese Veränderungen stellen keinen Reklamationsgrund dar. Sie lassen sich reduzieren, wenn das Möbel hin und wieder feucht abgewischt wird bzw. mit einem Öl oder Wachs gepflegt wird. Das Wohlbefinden des Menschen und die Werterhaltung des Möbels setzt ein gesundes Raumklima voraus. Bei 20-22°C Raumtemperatur und 50-60 Prozent relativer Luftfeuchte ist das ideale Raumklima erreicht.

Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf solche Schäden, die der Käufer zu vertreten hat, wie z. B. Schäden, die durch natürliche Abnutzung, Feuchtigkeit, starke Erwärmung der Räume, intensive Bestrahlung mit Sonnen- oder Kunstlicht, sonstige Temperatur- oder Witterungseinflüsse oder unsachgemäße Behandlung entstanden sind.


HOLZARTEN

Rotkernige Buche – Ein Wertstoff mit einzigartigem Charakter

Als Rotkernbuche wird eine Buche bezeichnet, die aufgrund ihres Alters rotbraunes Holz und eine individuelle, lebendige Maserung ausgebildet hat.

Die Wachstumsgebiete der Rotkernbuche erstrecken sich wie bei der jüngeren Buche in Europa von Südschweden bis Südeuropa und von Westeuropa bis in den Kaukasus. Weiterhin kommt die Rotkernbuche auch im Nordosten Asiens, in den USA und Kanada vor. Unter den Buchen ist nur etwa jede Zweihundertste eine Rotkernbuche, da nur sehr wenige das entsprechende Alter von mindestens hundert Jahren erreichen.

Aussehen

Im Holz der Rotkernbuche ist deutlich ein rotbrauner länglicher Kern erkennbar. Diese Färbung im Inneren der Rotkernbuche reicht von dezenten Tönungen bis zu einer kontrastreichen Zeichnung. Sie entsteht dadurch, dass die Zellen im Stamminneren der Rotkernbuche durch den Alterungsprozess oxidieren. Bei der Ausbildung des roten Kerns im ansonsten hellen Holz der Rotkernbuche entsteht eine sehr lebendige Maserung. Das Schnittholz der Rotkernbuche ist teurer, als das der einfarbigen hellen Buche, weil es aufwendig, nach zusammenpassenden Farbnuancen sortiert werden muss.

Eigenschaften

Die rote Färbung im Inneren der Rotkernbuche ist das Resultat eines natürlichen Prozesses, der bei der Rotkernbuche in einem hohen Alter auftritt. Es handelt sich hierbei aber nur um eine Verfärbung, die keine Auswirkungen auf die Eigenschaften des Holzes hat. Das Holz der Rotkernbuche ist genauso elastisch und fest, wie das der hellen Buche. Durch die Behandlung mit Wasserdampf lässt sich das Holz der Rotkernbuche ebenfalls gut biegen, ohne dass es sich staucht, reißt oder bricht. Die Rotkernbuche hat eine sehr gute Öko-Bilanz, da sie ein heimisches Holz ist und die Buchenstämme nicht so früh gefällt werden, die Bäume also ihr natürliches Alter erreichen können und einen Lebensraum für viele Tiere bilden.

Verwendung

Die Rotkernbuche hat sich zu einem beliebten Holz im Möbelbau etabliert. Noch wenige Jahrzehnte zuvor wurde das Holz der Rotkernbuche wegen seiner Uneinheitlichkeit nicht geschätzt und galt als minderwertig. Heutzutage wird das Holz der Rotkernbuche für exklusive Möbel immer beliebter, da sich natürliches Massivholz und unbehandelte Holzprodukte immer mehr durchsetzen. Die Oberflächenstruktur des Holzes der Rotkernbuche ist immer individuell und jedes aus diesem Holz gefertigte Möbel ist somit ein Unikat.

Eiche

Eichenholz kommt häufig im Hausbau und beim Möbelbau zum Einsatz. Dabei wird besonders seine Haltbarkeit, Witterungsbeständigkeit und Festigkeit geschätzt.

Eichenholz kommt in Europa, Nordamerika und Asien vor. In Mitteleuropa wachsen vor allem Stieleichen und Traubeneichen, während in Nordamerika Roteichen heimisch sind. Für europäische Wälder ist die Eiche ein bedeutender Laubbaum und spielt gleichzeitig in der Holzindustrie eine wichtige Rolle. Wichtigste Art für die Produktion von Eichenholz ist die Stieleiche, die auch als Sommereiche oder Deutsche Eiche bezeichnet wird.

Aussehen

Eichenholz hat einen graugelben bis gelbbraunen Kern, der sich farblich vom umgebenden Splintholz unterscheidet. Die Jahresringe sind bei Eichenholz deutlich erkennbar und geben ihm eine gleichmäßige Maserung, die durch sehr feine oder breite Strahlen geprägt ist. Wird das Eichenholz diagonal zum Stamm geschnitten, entstehen zungenförmige "Fladern" in der Maserung.

Eigenschaften

Eichenholz ist robust und bekannt für seine Haltbarkeit. Es ist witterungsbeständig und sehr resistent gegenüber äußeren Einflüssen. Sowohl unter Wasser als auch in der Erde ist Eichenholz extrem dauerhaft. Eichenholz gehört zu den mittelschweren Hölzern, ist sehr fest und verzieht sich wenig, reißt aber schnell. Eichenholz enthält Gerbsäure, daher können Metalle, zum Beispiel Nägel, rosten und das Holz verfärben. Durch Dämpfen wird Eichenholz weich und biegsam. Die Oberfläche von Eichholz lässt sich beizen, lasieren, lackieren und räuchern. Im Außenbereich kann Eichenholz ohne weiteres auch unbehandelt genutzt werden.

Verwendung

Die Festigkeit von Eichenholz wird im Möbelbau, bei der Herstellung von Vertäfelungen und Bodenbelägen geschätzt. In Europa wird Eichenholz vorwiegend zu Massivholzmöbeln verarbeitet. Seine Haltbarkeit macht Eichenholz außerdem zu einem beliebten Holz in der Baubranche. Als Balken im Fachwerkbau kann Eichenholz sogar mehrere hundert Jahre überdauern. Für Fässer zur Lagerung von Wein, Whisky oder Sherry wird Eichenholz wegen seiner Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und seines besonderen Aromas verwendet.

Nussbaum

Nussbaum ist ein dunkelbraunes, lebendig gemasertes Edelholz und wird in erster Linie für exklusive Innenausstattungen und Möbel verwendet.

Der Nussbaum gehört zur Gattung der Walnussgewächse und wächst in ganz Europa an warmen Standorten. Darüber hinaus ist der Nussbaum auch in Asien, Amerika und Nordafrika verbreitet. Ursprünglich ist der Nussbaum in Persien, Griechenland und Kleinasien heimisch. Das Holz, das der Nussbaum liefert, ist in Deutschland selten geworden und daher sehr wertvoll. Der Nussbaum ist hier kein klassischer Waldbaum, sondern kommt hauptsächlich in Gärten und Parks vor.

Aussehen

Nussbaum hat eine ungleichmäßige hell- bis schwarzbraune Färbung, die einen roten oder violetten Schimmer aufweisen kann. Die Maserung von Nussbaum ist lebhaft mit breiten dunklen Adern, die das Holz unregelmäßig durchziehen. Die Struktur der Maserung kann bei Nussbaum gestreift, geflammt oder wolkig sein. Farbe und Struktur des Holzes unterscheiden sich abhängig vom Standort. Französischer Nussbaum hat einen leicht rötlichen Schimmer und eine regelmäßige Struktur. Da das Holz eine individuelle Färbung und Maserung hat, entsteht eine lebendige Oberflächenstruktur, die bei Furnieren voll zur Geltung kommt. Amerikanischer Nussbaum heißt im Handel "Black Walnut" und ist dunkler und einheitlicher gefärbt als europäischer Nussbaum. Bei Sonneneinstrahlung dunkelt Nussbaum stark nach und die Maserung tritt in den Hintergrund.

Eigenschaften

Die Verarbeitungsqualitäten von Nussbaum sind hervorragend. Nussbaum lässt sich einfach bearbeiten, besonders gut hobeln, drechseln, profilieren, polieren und schnitzen. Oberflächenbehandlungen werden sehr gut aufgenommen. Da die dekorative Struktur von Nussbaum geschätzt wird, kommt das Holz in der Regel unbehandelt zum Einsatz oder wird nur mit durchsichtigen Mitteln bearbeitet. Nussbaum ist hart, zäh und wenig elastisch aber biegsam. Nussbaumholz ist ein schweres, formstabiles Holz, das sich wenig verzieht und dank seiner Härte sehr dauerhaft und beständig gegenüber Abnutzung ist.

Nussbaum ist ein Edelholz und kommt bei gehobenen Innenausstattungen zum Einsatz. Da das Vollholz sehr teuer ist, wird meistens auf Furniere zurückgegriffen. Im Möbelbau werden bevorzugt Schlaf- und Wohnzimmermöbel aus Nussbaum gefertigt. Als Massivholz wird Nussbaum im Instrumentenbau für Klavierkörper, Gewehrschäfte, Parkett oder Vertäfelungen verwendet.